Nowruz Gottesdienst in Nürnberg

Begegnung, Gebet und Hoffnung zum persischen Neujahr.
In St. Markus in Nürnberg wurde ein persisch-deutscher Nowruz-Gottesdienst gefeiert. Mit vielen Teilnehmenden aus der persischen und der deutschen Gemeinde war die Kirche gut gefüllt, um das persische Neujahr in einem Gottesdienst zu begehen, der von Gebet, Gemeinschaft und Hoffnung getragen war.
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Altartisch mit traditionellen Gegenständen zum persischen Neujahrsfest
iranische Christen
interkulturell
Kommunikation
Öffentlichkeitsarbeit
Veröffentlicht am Dienstag, 24. März 2026

Ansprechperson

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Gholamreza Sadeghinejad

Referent
interkulturell iranische Christen

Begegnung, Gebet und Hoffnung zum persischen Neujahr

Am Sonntag, 22. März 2026, wurde in St. Markus Nürnberg ein persisch-deutscher Nowruz-Gottesdienst gefeiert. Mit vielen Teilnehmenden aus der persischen und der deutschen Gemeinde war die Kirche gut gefüllt, um das persische Neujahr in einem Gottesdienst zu begehen, der von Gebet, Gemeinschaft und Hoffnung getragen war. 

Der Gottesdienst mit der Predigt von Prädikant Gholamreza Sadeghinejad war sehr bewegend und zugleich von tiefer Ernsthaftigkeit geprägt. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr auch die Menschen im Iran, die aktuell unter dem Krieg und seine Folgen leiden. Besonders wurde an die Menschen im Iran gedacht, die vor wenigen Wochen bei den Aufständen Opfer des brutalen Mullah Regimes wurden. Ihr Leid, der Schmerz ihrer Familien und die aktuelle Kriegs-Situation im Iran standen im Zentrum der Gebete, die um Gerechtigkeit und für Befreiung von Unterdrückung und Gewalt baten.
Neben der geistlichen Gemeinschaft war auch die persönliche Begegnung ein wichtiger Teil des Nachmittags. Beim anschließenden gemeinsamen Essen mit köstlichen persischen Gerichten kamen viele Gäste miteinander ins Gespräch, teilten ihre Geschichten und erlebten eine offene und herzliche Atmosphäre. 

So wurde dieser Gottesdienst inmitten aller Schwere nicht nur zu einem Ort des Gebets, sondern auch zu einem lebendigen Zeichen von Verbundenheit, Hoffnung und gelebter Gemeinschaft. Der Gottesdienst und das anschließende Beisammensein wurde unter tatkräftiger Mitwirkung und Unterstützung der vitalen persisch-deutschen Gemeinde ermöglicht.

Die persisch-deutschen Gottesdienste in St. Markus Nürnberg finden alle zwei Monate statt. Sie sind Teil des Arbeitsbereichs iranische Christen und interkulturelle Arbeit in der Wirkstatt evangelisch, der von Gholamreza Sadeghinejad, theologisch-pädagogischer Referent, begleitet wird. Der Arbeitsbereich schafft Räume für Glauben, Begegnung und gegenseitiges Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher sprachlicher und kultureller Prägung.

So wurde der Nowruz-Gottesdienst auch in diesem Jahr zu einem sichtbaren Zeichen gelebter Gemeinschaft, interkultureller Verbundenheit und christlicher Hoffnung.

Hier finden Sie die Gottesdienst-Termine in St. Markus

Termin: Der nächste persisch-deutsche Gottesdienst ist am 3. Mai 2026 um 16 Uhr, Prädikant Reza Sadeghinejad.

 

Hintergrund zum persischen Neujahrsfest Nowruz

Nowruz, auch Nouruz genannt, ist das persische Neujahrs- und Frühlingsfest und bedeutet wörtlich „neuer Tag“: Es markiert den Beginn des neuen Jahres im persischen Kalender und wird jedes Jahr zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche, also am 20. oder 21. März, gefeiert; 2026 fiel das Fest auf den 20. März. 

Seine Wurzeln reichen mehr als 3.000 Jahre zurück, und bis heute wird Nowruz von Millionen Menschen im Iran und weit darüber hinaus begangen. Typisch sind Besuche bei Familie und Freunden, festliche Mahlzeiten und der geschmückte Haft-Sin-Tisch mit sieben symbolischen Gegenständen, die für Leben, Gesundheit, Geduld und Wohlstand stehen. So verbindet Nowruz auf besondere Weise Tradition, Gemeinschaft und die Hoffnung auf einen guten Neuanfang.


Interview im Sonntagsblatt mit Gholamreza Sadeghinejad 

Im Interview mit dem Sonntagsblatt beschreibt Gholamreza Sadeghinejad die tiefe Sorge vieler Exil-Iranerinnen und -Iraner um ihre Familien und Freunde im Iran sowie ihre gleichzeitige Hoffnung auf Freiheit, Menschenwürde und einen politischen Wandel. Er appelliert daran, die Menschen im Iran nicht zu vergessen, ihre Stimmen hörbar zu machen und das Leid unter dem Regime öffentlich im Blick zu behalten. Hier lesen Sie das Interview im Sonntagsblatt.
 

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