Weidenkirche fit fürs Jubiläum
Ansprechpersonen
Patrick Wolf
Horst Ackermann
Pappenheim/Nürnberg, 24.09.2026. Zwei Tage lang haben 25 junge Menschen die Weidenkirche in Pappenheim (Mittelfranken) gepflegt. Fachlich angeleitet wurden sie von Achim Büch, Forsttechniker der Jugendwerkstatt Langenaltheim. Im Helferkreis waren Ehrenamtliche der Evangelischen Jugend aus ganz Bayern sowie aktuelle und ehemalige Freiwillige im Ökologischen Jahr (FÖJ). Beim jährlichen Pflegewochenende wird die Naturkirche für den Winter vorbereitet. Diesmal hatte es eine besondere Bedeutung, denn im kommenden Jahr feiert die Weidenkirche ihren 20. Geburtstag.
Im Mittelpunkt stand das Totholz. Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre haben viele Weidenruten absterben lassen. Das Entfernen war harte Arbeit, denn viele Ruten waren schon armdick und mehrere Meter lang. Am Ende waren vier übervolle landwirtschaftliche Hänger beladen. Die grünen Ruten, die stehen blieben, banden die Helferinnen und Helfer vorsichtig an die Metallbögen. So bekommen sie wieder mehr Licht und Luft und sollen im nächsten Jahr für ein dichtes grünes Kirchendach sorgen. Außerdem zupften sie in mühevoller Handarbeit das Unkraut zwischen den Steinplatten im Kirchenschiff und im Chorraum.
„Wer hier zwei Tage mit Astschere und Juteseil unterwegs war, weiß, dass eine lebendige Kirche Pflege braucht. Das gilt für die Weiden genauso wie für unsere Gemeinden“, sagt Friedemann Hennings, Referent in der EJB-Geschäftsstelle in der Wirkstatt evangelisch. Zusammen mit Horst Ackermann hat er die Pflegearbeiten koordiniert. „Mich begeistert, wie viele junge Leute aus ganz Bayern freiwillig anpacken. Die Weidenkirche haben vor fast 20 Jahren Jugendliche gepflanzt, und heute halten Jugendliche sie am Leben. So können wir im kommenden Jahr ein grünes, gesundes Jubiläum feiern.“
20 Jahre gewachsener Glaube
An Ostern 2007 pflanzten mehr als 100 Jugendliche rund 1.000 Weidensetzlinge. Als Rankhilfe errichteten sie ein Gerüst aus Metallrohren. So entstand eine etwa 30 Meter lange Kirche mit Platz für rund 150 Menschen. Der damalige Landesbischof Johannes Friedrich weihte sie an Christi Himmelfahrt ein. Seitdem ist die Weidenkirche ein Wahrzeichen im Altmühltal und ein Ort der Ruhe, der Inspiration und der Begegnung. Hier werden Gottesdienste, Trauungen und Taufen gefeiert. Viele Besucherinnen und Besucher kommen auch einfach für einen Moment der Stille im Grünen. Am Sonntag, 13. Juni 2027 wird das 20-jährige Jubiläum der Weidenkirche gefeiert, u.a. auch mit Oberkirchenrat Stefan Blumtritt. Weitere Einzelheiten zum Programm folgen.
Eine Saison voller Leben
Auch 2026 war die Naturkirche wieder ein gefragter Ort. Von Mai bis September fanden bei gutem Wetter jeden Sonntag Gottesdienste statt, und sie waren gut besucht. Aktionen wie „einfach heiraten“, „Segen.2.Ride“, „Segen, Sekt und Gummibärchen“ und „Songs an einem Sommerabend“ zogen viele Menschen an, ebenso mehrere Taufen und Hochzeiten. Die Saison der Freiluftgottesdienste endet mit dem Erntedank-Gottesdienst am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 10.30 Uhr. Ihn gestaltet Dekanin Sonja Scherle-Schobel, musikalisch begleitet von Bläserinnen und Bläsern des Posaunenchorverbands. Für Kinder gibt es ein eigenes Programm. Danach laden ein Imbiss und Gespräche zur Begegnung ein.
Anfahrt und weitere Informationen
Die Weidenkirche liegt am Altmühl-Radwanderweg zwischen Bahnhof und Freibad und ist gut zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. Dort gibt es auch eine E-Bike-Ladestation. Unter www.weidenkirche.ejb.de finden Sie eine Anfahrtsbeschreibung und Informationen zum Bau der Weidenkirche. Außerdem gibt es dort Hinweise zum Geocaching, einen Andachtsentwurf und einen meditativen Rundgang.