#Prävention
Die Wirkstatt evangelisch entwickelt derzeit ein umfassendes Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt. Ziel ist es, sichere Räume für alle zu schaffen – insbesondere für Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende. Das Konzept etabliert verbindliche Strukturen, die Transparenz fördern und eine aktive Fehler- und Beschwerdekultur verankern.
Schutzkonzept
Grundlage ist das Kirchengesetz zur Prävention, Intervention, Hilfe und Aufarbeitung im Hinblick auf sexualisierte Gewalt in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (kurz Präventionsgesetz) wurde im Nov. 2020 auf der Landessynode einstimmig beschlossen wurde und am 01. Dez. 2020 in Kraft getreten ist.
Es ist insbesondere Aufgabe aller Träger,
1.sexualisierter Gewalt vorzubeugen und sie zu verhindern,
2.Verdachtsfälle aufzuklären,
3.auf Fälle von sexualisierter Gewalt angemessen und wirksam zu reagieren,
4.Betroffenen von sexualisierter Gewalt Hilfe und Unterstützung zu gewähren und
5.Ursachen und Erscheinungsformen sexualisierter Gewalt in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich in geeigneter Weise aufzuarbeiten. (Auftrag nach §2 Absatz 1)
Alle Träger sind verpflichtet, für ihre jeweiligen Verantwortungsbereiche nach Durchführung einer Risikoanalyse individuelle Schutzkonzepte zu erstellen. In diesen sind insbesondere Aufgaben und Zuständigkeiten, Maßnahmen zu Prävention, Schulung und Sensibilisierung sowie der Umgang mit Verdachtsfällen und Maßnahmen der Intervention bei Vorkommnissen sexualisierter Gewalt festzulegen. (§ 8 Abs.2)
Bei uns nicht - Prävention von sexualisierter Gewalt
Aktionsprogramm der Evanglischen Jugend in Bayern
2003 entstand das Aktionsprogramm der Evangelischen Jugend in Bayern "Bei uns nicht!" zur Prävention von sexualisierter Gewalt. Seitdem wird das Aktionsprogramm und darauf aufbauende Schutzkonzepte weiterentwickelt. Gemeinsam mit der Fachstelle für den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern führen wir Aus- und Weiterbildungen für Mitarbeitenden der Evang. Jugend in Bayern zum Thema Prävention durch.
Sabine Otterstätter-Schmidt