"Kommt! Bringt eure Last."

Am 6. März 2026 feiern Christinnen und Christen in über 150 Ländern Weltgebetstag. Wie jedes Jahr finden die ökumenischen Gottesdienste als weltweite Gebetskette am ersten Freitag im März statt - viele bayerische Gemeinden sind mit dabei. Für den Weltgebetstag 2026 unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last.“ haben Frauen aus Nigeria die Texte geschrieben und auch Musik geschickt.
Bild
Illustration mit sieben Frauen in traditioneller Kleidung, vier im Hintergrund tragen Körbe auf dem Kopf, drei sitzen im Vordergrund mit farbiger Kleidung und Kopfbedeckungen vor einem Hintergrund mit Bäumen.
Titelbild zum Weltgebetstag 2026 Nigeria, Rest for the Weary, Gift Amarachi Ottah
Weltgebetstag
Dekanatsfrauenbeauftragte
Ehrenamt
Kirche Kunterbunt
Lebenswirklichkeiten
Veröffentlicht am Dienstag, 24. Februar 2026

Ansprechperson

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Eva Glungler

Referentin
Weltgebetstag Dekanatsfrauenbeauftragte

Nigeria ist ein Land der Superlative. Über 230 Millionen Menschen leben dort, in über 250 Ethnien und mit mehr als 500 Sprachen. Doch das Zusammenleben ist auch geprägt von blutigen Konflikten. Im Norden terrorisieren islamistische Milizen christliche, aber auch muslimische Orte. Anschläge gegen die Zivilbevölkerung bestimmen die Schlagzeilen. Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch, Raubüberfälle und Entführungen sind allgegenwärtig. Nigeria ist das wirtschaftlich stärkste Land Afrikas und reich an Bodenschätzen, aber nur wenige Menschen profitieren davon. In den Großstädten boomt die kreative Kulturszene. Gleichzeitig sind viele junge Leute ohne Perspektive. Zum diesjährigen Weltgebetstag bringen uns Frauen aus Nigeria ihr Land mit all seiner Vielfalt und seinen Gegensätzen näher. 

„Kommt! Bringt eure Last“. Das Motto der Weltgebetstags-Liturgie 2026 erinnert an die Einladung Jesu im Matthäusevangelium. Das Bildmotiv dazu hat die nigerianische Künstlerin Gift Amarachi Ottah geschaffen. Auf dem Bild sind drei Frauen der größten Ethnien Igbo, Haussa und Yoruba zu sehen. Im Hintergrund tragen Frauen Lasten auf dem Kopf, wie es in Nigeria üblich ist. Aber es gibt für die nigerianischen Frauen auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt, auf die der Weltgebetstag aufmerksam macht.    

Solidarität und Hoffnung. Trotz der großen Herausforderungen bewahren viele Menschen ihre Hoffnung und ihr Vertrauen in Gott. Diese Hoffnung teilen uns christliche Frauen aus Nigeria mit – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten. Sie berichten vom Mut alleinerziehender Mütter und Witwen, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen. Der Weltgebetstag am 6. März 2026 ist eine Einladung zur Solidarität, zum Gebet und zur Hoffnung.

Über 100 Projekte weltweit. Die Grundlage des Weltgebetstags lautet „informiert beten – betend handeln“. Deshalb fördert der deutsche Weltgebetstag zurzeit über 100 Projekte in Afrika, Lateinamerika, Europa und im Nahen Osten, um die Lebenssituation und Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen zu verbessern. Die Partnerorganisation CCEPI in Nordnigeria beispielsweise hilft Mädchen und Frauen beim Start in ein neues Leben nach Gewalt und Missbrauch. Sie erhalten medizinische Hilfe, juristischen Beistand, Traumabehandlung sowie Qualifizierungsmaßnahmen, damit sie eine eigene Existenz aufbauen können. Diese Projekte und die Arbeit des deutschen Komitees finanzieren sich durch Spenden und die Kollekten der Weltgebetstags-Gottesdienste. 

 

Hintergrundinformation:

Der Weltgebetstag ist die größte ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen weltweit. Die deutsche Geschäftsstelle hat ihren Sitz in Stein bei Nürnberg. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet und am ersten Freitag im März in mehr als 150 Ländern gefeiert. Er versteht sich als Gebetskette rund um die Welt. Allein in Deutschland nehmen jährlich rund 800.000 Menschen teil, weltweit sind es mehrere Millionen. Teilnehmende kommen aus römisch-katholischen, evangelischen oder freikirchlichen Gemeinden wie Mennoniten, Herrnhuter Brüdergemeine, Baptisten und Methodisten, oder sie gehören zur alt-katholischen, der orthodoxen Kirche und der Heilsarmee. Die Idee eines Frauen-Gebetstags nahm bereits 1887 in den USA und Kanada ihren Anfang. Der erste internationale Gebetstag wurde 1927 gefeiert.

Weltgebetstags-Gottesdienst medial:

Bibel TV: Am 6. März 2026 um 19 Uhr überträgt der Sender Bibel TV einen zuvor aufgezeichneten Gottesdienst zum Weltgebetstag aus der evangelischen Johanneskirche im bayerischen Marktoberdorf. 
www.bibeltv.de

DOMRADIO: In der Mediathek des katholischen Multimediaportals DOMRADIO ist dieser Gottesdienst bereits ab Freitag, 6. März, 9 Uhr morgens abrufbar: www.domradio.de/mediathek/videos

YouTube: Zeitgleich auch auf dem YouTube-Kanal des deutschen Weltgebetstags: www.youtube.com/@weltgebetstagderfrauendeut5221  

Weltgebetstags-Gottesdienst live vor Ort: Die interaktive Karte auf www.weltgebetstag.de enthält eine deutschlandweite Übersicht der Orte, an denen Weltgebetstags-Gottesdienste gefeiert werden.